MobilfunkTalk Folge 28: Wie kann Mobilfunk energieffizienter und nachhaltiger werden?
Shownotes
Moderator Hannes Rügheimer spricht mit Prof. Dr. Rüdiger Quay. Prof. Quay forscht an energieeffizienter Hochfrequenzelektronik – den Schlüsseltechnologien, um Mobilfunknetze leistungsfähiger und zugleich deutlich sparsamer zu machen.
Mit jeder Mobilfunkgeneration stieg die Energieeffizienz pro übertragenem Datenvolumen deutlich: 4G war erheblich effizienter als 3G, 5G überträgt Daten viel effizienter als 4G. Doch rasant zunehmende Datenvolumen haben diese Effizienzvorteile wieder aufgezehrt. 6G müsse daher so effizient werden, dass es diesen sogenannten „Rebound-Effekt“ kompensieren kann.
Darüber hinaus müssen auch Antennen, Chips und andere Bauteile in Zukunft effizienter arbeiten und umweltverträglicher gefertigt werden.
Aber auch die Nutzer sollten zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Es gelte, das eigene Nutzungs- und Verbrauchsverhalten kritisch zu hinterfragen. Als Beispiel erklärt Prof. Quay, wie sich etwa einfache Berechnungen auf Google ohne KI-Agent abfragen lassen.
Mehr Informationen zur Forschung über energieeffiziente Hochfrequenzelektronik: https://www.iaf.fraunhofer.de
Transkript anzeigen
00:00:09: Mobilfunktalk, der
00:00:10: Podcast
00:00:11: des Informationszentrums Mobilfunkt.
00:00:18: Forschung Technik Nutzen Anwendungen Verbraucherschutz und Sicherheit.
00:00:23: Wir informieren sachlich und wissenschaftspasiert über Mobilfunt auch als Podcast.
00:00:35: Wir müssen immer aufpassen, die sind auf einer exponentiell wachsenden Verbrauchskurve in den Daten und müssen darauf achten dass das was da hinten dran hängt.
00:00:44: Das ist zum Teil eine gefährliche Entwicklung bei all dem Schönen was dabei kreiert wird und das muss man in den Griff kriegen.
00:00:51: Diese Warnung kommt von jemandem der es wissen muss nämlich von Professor Dr.
00:00:55: Rüdiger Kwei.
00:00:57: er arbeitet an der Albert Ludwigs Universität Freiburg und dem Fraunhofer Institut für angewandte Festkörperphysik IAF.
00:01:05: Am INATEC, das ist das Institut für nachhaltige technische Systeme hat er die Fritz-Hüttinger-Professur für energieeffiziente Hochfrequenz-Elektronik inne.
00:01:14: Das alles heißt, er erforscht die Schlüsseltechnologien, die Mobilfunknetze leistungsfähiger und gleichzeitig aber auch deutlich sparsamer machen sollen.
00:01:23: Mein Name ist Hannes Rückheimer und Sie hören Mobilfunktalk den Podcast des Informationszentrums Mobilfung.
00:01:30: Blicken wir noch mal ein bisschen in die Vergangenheit.
00:01:32: Fortschritt und Effizienz Das schließen sich überhaupt nicht aus.
00:01:36: Mit jeder Mobilfunkgeneration ist es gelungen, die Energieeffizienz pro übertragenem Datenvolumen deutlich zu verbessern.
00:01:44: Gleichzeitig steigt allerdings das übertragende Datenvolumen so rasant dass auch der absolute Energiebedarf der Netze steigt.
00:01:52: und genau hier liegt die entscheidende Frage wie schaffen wir es?
00:01:55: Dass unsere Netze leistungsfähiger werden ohne dabei immer mehr Strom zu verbrauchen?
00:02:00: Fragen wir also jemanden, der sich damit wirklich gut auskennt.
00:02:04: Hallo Herr Professor Kwei!
00:02:06: Hallo und vielen Dank dass ich hier sein darf.
00:02:10: Ich habe es ja eingangs schon erwähnt.
00:02:11: VierG war bereits erheblich effizienter als dreiG und fünfG überträgt Daten wiederum um ein vielfaches Effiziente als vierG Wirklich Spareffekte unter dem Strich haben aber nicht weil das alles überlagert wird davon dass wir immer mehr Daten verbrauchen.
00:02:27: Wird dieses Szenario dieses Dilemma bei SechsG geht es einfach so weitergehen?
00:02:33: Ja, die erste Antwort ist ja.
00:02:36: Die zweite Antwort ist wir reden ja allgemein über Nachhaltigkeit und wichtig ist zu verstehen dass die Effizienz ja immer nur ein Prinzip der Nachhaltigkeit ist.
00:02:44: das zweite Thema ist die Suffizience.
00:02:46: Das heißt das ist immer die Frage wie viel konsumiere ich denn dann von dem was effizienter geworden ist?
00:02:52: und das ist ein ganz wichtiges Prinzip das man im Kopf haben sollte.
00:02:55: Grundsätzlich ist Fünf-G effizienter als Vier-G und Sechs-G auch effiziente als Fünf-G sein.
00:03:02: Das heißt, das ist im Fünf G erst malig die Spezifikation so gemacht worden dass Effizienz überhaupt spezifiziert worden ist was für Mobilfunke eine große Rolle spielt.
00:03:12: immer Und bei sechs Geben wird es im steigenden Maße aus so sein.
00:03:16: Was aber wichtig ist, dadurch dass die Datenmengen wie angedeutet exponentiell weiter steigen, versteigt auch der Verbrauch an dem was wir dann tatsächlich effizient übertragen und da das Produkt aus Effizienz und dem Verbraucht das Entscheidende ist.
00:03:33: Wir müssen sehr stark darauf achten, dass bei steigendem Verbrauch wir so viel effizienter werden, dass am Ende des Tages die Nachhaltigkeit dieses Standards gesichert ist.
00:03:43: Das ist immer das Gleichgewicht, was man einhalten muss und da sind wir gut im Mut ist, dass man das auch schaffen
00:03:49: wird.".
00:03:50: Jetzt könnte man ja meinen wenn die Mobilfunkanbieter nur grüne Energie verwenden sich Solarpendels auf ihre Gebäude und neben ihrer Dachstandorte stellen Dann ist alles gut, aber ich habe die Befürchtung ganz so einfach.
00:04:01: Ist es wohl nicht oder?
00:04:04: Naja also erstmal natürlich ist das gut.
00:04:07: Also ein Stromverbrauch ist ja per se nichts schlechtes wenn der nachhaltig erzeugt ist.
00:04:11: Das ist erst mal deutlich besser als wenn der irgendein Footprint in CO² dann in anderen Parametern hat.
00:04:17: Also das ist gut, wenn wir grüne Energien einsetzen und wichtig ist vor allen Dingen dass man das nicht nur in Deutschland tun sondern weltweit Weil wir, die sind ja in Europa natürlich irgendwie wichtig.
00:04:28: Aber im gesamten weltweiten Verbrauch sind die Steigerungsraten eigentlich stärker in den Bereich der sich entwickelnden Länder dadurch dass immer mehr Menschen dazu kommen und auch Maschinen dazukommen.
00:04:39: Da müssen wir an den Orten wo das CO² dann irgendwo erzeugt wird auch dafür sorgen, dass die den CO²-neutralen Strom kriegen.
00:04:48: Gleichzeitig ist natürlich ein Verbrauch immer auch in anderen Themen problematisch, weil die Nachhaltigkeit geht es nicht nur darum dass wir unseren Energieverbrauch kümmern sondern auch das was wir mit den Netzen sonst tun.
00:05:01: Wir brauchen Hardware Komponenten wie einen steigenden Bedarf haben.
00:05:07: Einzelne Elemente oder auch Modems, wie wir sagen.
00:05:11: Die angeschlossen werden an Maschinen.
00:05:13: Das sind unsere Handys.
00:05:14: Das ist ein steigendes Maß von weiteren Devices für Brillen und was noch immer am Ende kommen wird in SechsG.
00:05:21: Und die verbrauchen Materialien.
00:05:24: Und das ist erstmal auch ein wichtiges Thema, was zur Nachhaltigkeit beiträgt.
00:05:31: Wir müssen immer aufpassen, die sind auf einer exponentiell wachsenden Verbrauchskurve in den Daten und müssen darauf achten dass das was da hinten dran hängt.
00:05:39: Das ist zum Teil eine gefährliche Entwicklung bei all dem schönen was dabei kreiert wird und das muss man in den Griff kriegen.
00:05:47: Nun klänge schon an, dass die Energieeffizienz auch ein Kostenthema ist und da könnte man jetzt wieder denken, es ist ja nun in erster Linie ein Problem der Netzbetreiber.
00:05:57: Inwieweit Dieses Effizienzthema auch für die Mobilfunk-Kunden relevant?
00:06:04: Also beim Haraldika ist es immer wichtig, dass wir nicht technologieavers sind im Gegenteil sondern das man mal überlegt wo man seinen eigenen Konsum selber sinnvoll einschränken kann.
00:06:16: Ich bin ein großer Freund davon dass wir tolle neue Applikationen haben.
00:06:19: die sind sehr wichtig in der Telemedizin und im Bereich der Sensorik der Sicherheit die geschaffen wird bei dem Verkehr usw.
00:06:26: Das ist alles hochgradig sinnvoll.
00:06:29: was der einzelne Verbraucher aber tun kann, ist es halt auch dem Konsum zu reduzieren.
00:06:33: Warum muss mein Handy wenn ich das nicht benutze an sein?
00:06:36: Weil da ist nicht der lokale Stromverbrauch zum Beispiel problematisch, der ist relativ gering.
00:06:42: Aber dadurch dass wir diese ganzen Geräte permanent in den Netzen haben erzeugen sie einen hohen Hebel oder einen abgeleiteten Verbrauch in die Netzen.
00:06:51: und was immer wichtig ist zwanzig Prozent etwa.
00:06:54: was Sie heute an Gebühren bezahlen also das was Sie selber jeden Monat irgendwo überweisen müssen, ist reiner Stromverbrauch.
00:07:03: Das heißt sie haben selber ein Interesse daran diesen, eines Kostenthemen diesen Strom Verbrauch zu reduzieren und das können Sie indem Sie halt Ihre Geräte auch mal abschalten und zwar richtig abschalten damit sie dann wenn sie schlafen die nicht einfach laufen lassen.
00:07:15: Das sind so Dinge wo man wirklich als Verbraucher ohne irgendeine ideologische oder sonstige Technologie Positionierung zu haben selbst was tun kann weil man hat einfach einen sehr großen Hebel.
00:07:27: Das ist auf jeden Fall bedenkeneswert.
00:07:30: Wir haben ja in unserem Podcast sehr technologieaffine Zuhörer, können Sie denen und auch mir mal in leihenverständlichen Worten erklären woran sie eigentlich forschen?
00:07:40: Worin die Inhalte Ihrer Arbeit bestehen?
00:07:43: Also der erste Frage bei jeder Mobilfunkgeneration ist immer dass man wir brauchen.
00:07:48: wenn wir diese Datenraten erhöhen wollen müssen wir Bandbreite erzeugen.
00:07:53: das Kind glaube ich jeder kann sich noch hier davor stehen.
00:07:56: wir müssen zusätzliche Frequenzen nutzen damit wir diese Bandbreiten überhaupt bekommen und dass die erste Arbeit immer zu tun ist da gehen wir in Frequenz Bereiche diesem typischerweise höher als die vorherigen.
00:08:09: Und das führt dazu, da die Natur gegen uns arbeitet.
00:08:12: also sowohl die Übertragung in der Atmosphäre bei höheren Frequenzen ist ineffizienter, als auch sämtliche Komponenten die wir benutzen sind auch ineffizienter.
00:08:22: Das heißt man muss sie erst mal überhaupt haben und man muss da versorgen dass wenn man jetzt bei einer hohen Frequenz funkt das man da die Effizienzen und auch überhaupt die Fähigkeit eine gute Datenübertragungen hinten zu kriegen, dass das bereitgestellt wird.
00:08:35: Und das ist eine Technologieentwicklung für Antennen für diese Modems, für einzelne Komponenten die wir einfach erstmal bereitstellen müssen.
00:08:42: Also ich mache mal ein Beispiel... ...vier G-Mobilfunk ging im Wesentlichen bis drei Gigahertz.
00:08:47: der fünf G mobilfunk der ginge im wesentlichen dann bis sechs Gigaherz und der teilweise auch mit Komponenten schon in Bereich von bis zu achtundzwanzig GigaHerz je nach Nation.
00:08:59: Und bei sechs GHz rechnen wir damit, dass wir wahrscheinlich deutlich darüber hinausgehen werden bis hin zu Frequenzen von vielleicht einhundert oder zweihundert GHz.
00:09:06: Das wird noch sehen wie weit man das treiben wird und diese Bereiche müssen erst mal jetzt funktechnisch erschlossen werden.
00:09:13: Dafür bauen wir Komponenten und aufgrund von sehr fortschrittlichen Technologien die wir bei Frauenhofer und woanders zur Verfügung haben sind wir in der Lage die überhaupt erstmal sinnvoll zu bespielen.
00:09:23: Das ist der erste Punkt.
00:09:25: Genau dann die weiteren Forschungsinhalte.
00:09:29: Also wenn man diese Komponenten hat, die Antennen, die dann gebaut werden sind auch anders.
00:09:33: Wir haben ja heute zum Beispiel bei zwei Gigahertz haben wir eine wesentlich große Basisstationen, die irgendwie Stadtteilsweise vergeben werden und wir haben bald in zunehmendem Maße für sogenannte Hotspots also da wo viele Daten gebraucht werden Flughäfen, Bahnhöfe gibt es dann so Teilzellen, Hotspots besonders gut versorgen, das sind dann kleinere Antennen die eingebracht werden.
00:09:57: Die müssen auch entwickelt werden und diese Menge an Komponenten muss erst mal aufgebaut werden.
00:10:03: Und das Ganze ist immer die Krugseine der Sache.
00:10:07: Niemand von uns ist wirklich bereit viel mehr für den neuen Service zu bezahlen.
00:10:11: Das heißt eine wesentliche Aufgabe ist erstmal die Kosten zu senken dass auch in den Netzen die diese Komponente zur Verfügung stehen.
00:10:18: also das ist glaube ich auch wichtig.
00:10:21: Das sind erstmal grundlegende Forschungsinhalte.
00:10:23: und dann der dritte Punkt ist halt in der Betrachtung der dahinterliegenden Prozesse.
00:10:27: Und auch der hinter liegenden Inhalte die Nachhaltigkeitsbewertungen zu machen, also sich zu fragen was tut denn eine Infrastruktur?
00:10:38: In dem was sie als wie sie auf die Umwelt wirkt wie Sie auf die Umgebung wirken darf vernünftige Zahlen zu erzeugen um zu erklären was passiert da?
00:10:46: Auch kritisch und da stellt man zum Beispiel fest, dass gar die Elektronik ist wichtig.
00:10:50: Die hat auch einen hohen Ressourcenbedarf.
00:10:52: aber wir haben noch so Erforschungsergebnisse erzielt das zB einfach der Betonmast den man darunter macht wegen des hohen Zementaufkommens zum Teil auch ein wesentlichen Beitrag für sowas liefern kann solche betrachtungen sinnvoll zu machen und dann auch auszurollen.
00:11:06: Und last not least was dann wichtig ist da?
00:11:09: Wir sind ja auf einer exponentiellen Wachstumskurve.
00:11:12: Das heißt etwas das man so schwer brenzen kann.
00:11:14: was den Verbrauch angeht brauchen wir auch für diese Netze und für die Komponenten neue Konzepte.
00:11:19: Und da sind wir sehr innovativ unterwegs, uns grundsätzlich neue Mobilfunkkonzepte wie digitale Verstärker zum Beispiel anzuschauen, die dann grundlegend besser sind und zwar nicht mehr jedes Jahr ein paar Prozent wie heute üblich sondern wo wir den Energieverbrauch vielleicht einfach mal durch ein neues Konzept halbieren können.
00:11:38: das machen wir also
00:11:39: auch.
00:11:40: Spannend!
00:11:41: Kann man denn auch quantifizieren, wo im Mobilfunknetz der höchste Energieverbrauch entsteht?
00:11:47: Ist das bei den Funkstationen in den Rechenzentren?
00:11:51: oder verzeiht sich es doch über die große Zahl der Endgeräte.
00:11:55: Also klassisch sind immer die Sende-Massen besonders.
00:12:00: und zwar kann man das einfach verstehen weil die Natur halt gegeben ist Und insbesondere wenn es regnet oder schneit ist die Übertragung durch den natürlichen Dämpfungskonstanten sehr ineffizient.
00:12:11: Jetzt kann man sagen, bei Schnee muss der Mobilfunk nicht funktionieren aber das genau funktioniert eben nicht.
00:12:16: Die Netze sind alle ausgelegt dass sie unter jedem betreten Bedingungen eigentlich funktionieren müssen aus vielen Gründen Komfort, Verfügbarkeit, Sicherheit auch oder auch Notrufsszenarien.
00:12:30: Und darauf sind sie optimiert und deshalb sind Sie erstmal grundlegend.
00:12:33: gegen die muss man erst mal arbeiten und dann muss man die Sachen auch... immer wieder verbessern und effizienter machen.
00:12:40: Man kann die Sendeleistung nicht reduzieren, man muss sie aber effizent generieren.
00:12:45: Und das ist grundlegend bei höheren Frequenzen wird diese Effizienz immer schlechter als ein Naturgesetz.
00:12:50: Da müssen wir neue Technologien in Entwicklung um es voranzubringen.
00:12:54: Zunehmend werden die Rechenzentren auch wichtig.
00:12:56: Das ist ganz wichtig und zwar oft in zwei Komponenten.
00:13:00: also erst mal noch sehr nah an den an diesen Versendemasten haben wir folgendes Thema.
00:13:07: Wir Menschen nehmen im Wesentlichen sehr viel analoge Signale auf, also das Meister was wir selber verarbeiten ist ja analog während wir digital übertragen in der Funktechnik aber dann wieder die Wellen analog setzen, aber da ist eine ziemlich starke Wandlung.
00:13:22: Das ist jetzt weiter Energieverbraucher dieser permanente Analog-Digitalwandlung.
00:13:27: und der dritte Punkt ist halt hinten im Backbone die Rechenzentrum zur Steuerung zur Verarbeitung zunehmend immer mehr Energie verbrauchen.
00:13:37: Das ist etwas und jetzt haben wir noch einen Beschleuniger, um das mal auf Deutschland zum Münzen so ein Gesamtstromverbrauch im Bereich von einigen Prozent je nach Szenario die insgesamt am Gesamt Stromverbraucht der Bundesrepublik Deutschland verbraucht werden für Mobilfunk.
00:13:55: Und wir kommen aber mit den KI-Szenarien, die dahinter stecken.
00:13:58: Zunehmend auch in dem Bereich dass sie durch diese Beschleunigung der Datenübertragung dort auch plötzlich einen signifikanten Beitrag liefern.
00:14:06: also ich habe meine Karriere darauf verwendet das es immer nur einige Prozent waren und eben nicht zehn Prozent.
00:14:11: jetzt kommt aber durch diesen zunehmenden Datenverkehr den die KI verursacht eine Komponente rein die schneller wächst als wir das in den vergangenen Jahren hatten und das muss man auch in den Griff kriegen.
00:14:21: Jetzt werden ja solche technische Standards wie eine Spezifikation für SechsG international verabredet.
00:14:27: Da gibt es Gremien, die ThreeGPP zum Beispiel wo alle Länder zusammensitzen und sich da auf eine Technologie einigen.
00:14:35: ist denn bei all diesen Teilnehmern das Verständnis, dass Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielt gleichermaßen ausgeprägt.
00:14:45: Wir haben ja, um es vorsichtig zu formulieren so ein paar Administrationen in dieser Welt die jetzt nicht gerade den Eindruck vermitteln dass ihnen Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine hohe Priorität wären?
00:14:59: Also man muss die Situation glaube ich anschauen also die Europäer... wir haben ja erst mit fünf G-Erstenmals diese Effizienzstandards in den entsprechenden Standards verankert und das ist bindend.
00:15:12: Komischerweise muss man immer fragen, wer treibt es eigentlich?
00:15:15: und da überraschender oder gar nicht so überraschenerweise ist das Effizienz Thema ja auch immer ein Kostenthema.
00:15:22: Gerade bei Effizience ist es sogar relativ einfach das zu spezifizieren.
00:15:26: Da gehen alle mit weil sich freuen dass die laufenden Kosten, die sogenannten Operational Costs oder OPEX in Griff bleiben.
00:15:33: Das finden alle Hersteller gut und auch der Verbraucher gut, weil er das bezahlen muss.
00:15:38: Dann haben wir ja bei fünf G und sechs G einen zunehmenden auch asiatischen Einfluss, insbesondere chinesisch auf die Standards.
00:15:44: Und die Chinesen sind sehr rational an dieser Stelle.
00:15:46: Die pushen das eigentlich eher.
00:15:47: Das heißt, wir haben eigentlich in der Wahrnehmung... Also es ist eher die Frage des Problems für Europa und die USA, dass die Standards nicht nur von einem Land dominiert werden dürfen so wie wir das in der Vergangenheit hatten.
00:15:59: Wir müssen das international spielen.
00:16:01: Haben aber durchaus glaubhafte Unterstützer eben weil technisch diese schlechte Effizienzen ein Riesenproblem ist.
00:16:08: Also die Antennen werden zu heiß, das kostet Geld muss man kühlen will niemanden.
00:16:12: Das heißt wir haben alle ein hohes Interesse daran nachhaltiger und insbesondere effizienter zu sein Und auch was die Suffizienz angeht also der Verbrauch von Materialien.
00:16:23: Auch da sieht man weltweit einen Trend.
00:16:25: dass die USA jetzt nicht unbedingt Vorreiter sind ist okay aber da sind ja andere noch dabei die in dieser Richtung Forschung für Europa stellt es durchaus eine Chance sich da entsprechend zu positionieren.
00:16:36: Also es ist nicht nur ein Risiko, sondern auch eine Chance die Technologien voranzutragen.
00:16:41: Vielleicht bleibt man noch mal kurz in Asien.
00:16:44: Es ist ja tatsächlich so dass die Chips die in unseren Endgeräten und auch in Netzkomponenten stecken größtenteils dort entwickelt und gefertigt werden.
00:16:55: In diesem Zusammenhang kann den Elektronik so konzipiert und so produziert werden das sie wirklich immer nennend nachhaltiger ist.
00:17:05: Ja, also sie muss... das ist glaube ich mal der erste Antwort und zwar das Problem an der Elektronik.
00:17:10: wenn Sie jetzt Ihr Handy vor Augen haben einfach als Volumen oder als Masse dann wirkt es ja in erster Nähung nicht mehr besonders viel.
00:17:17: Jetzt gibt's zwar viele aber die Zahl der Chips selber in dem Främärverbrauch ein, was sie selber darstellen.
00:17:24: Ein Thema das muss man auch im Griff haben.
00:17:27: aber problematisch sind es insbesondere die damit verbundenen Energie Verbräuche und auch zum Beispiel die Wasser Verbrüche.
00:17:33: Das sage ich jetzt deshalb weil Nicht so ganz klar ist, dass also wenn Sie jetzt zum Beispiel auf Ihr Handy schauen und im Kopf haben das z.B.
00:17:40: für den Chipsarzt der darin sind irgendeine Menge von fünfzig bis hundert Tonnen oder auch Kubikmeter Wasser verbraucht worden ist.
00:17:48: Also wenn sich einfach mal in den Raum gucken und sich überlegen wieviel in dem sie gerade sitzen der Zuhörer, der einfach sich vorstellt in welchem Raum sitze ich da?
00:17:56: Das Vielfacher des Rauminhalts indem sie gerade Sitzen wird es einfach nur für ein Handy in Wasser verbracht worden.
00:18:01: Es ist ein Krisenproblem und das müssen wir um in den Griff kriegen.
00:18:05: Und das ist vor allem deshalb so problematisch, weil die Mengen mit jeder Generation von neuen Halbleitern weiter exponentiell steigen.
00:18:16: Da wir die Halbleiter auch nicht unbedingt nur an Orten herstellen weltweit wo viel Wasser ist... Wirkt das sehr stark auf die lokalen Umgebung.
00:18:24: Da muss man sehr darauf achten.
00:18:26: Das zweite Punkt ist der Energieverbrauch, auch der Energie-Verbrauch von den Chips wächst auch exponentiell.
00:18:30: und wenn Sie jetzt sagen ich habe heute eine Handy eines Herstellers und denke das nächste dann ist auch da wieder ein exponentielles Wachstum in dem Verbrauchten Energie dessen was darin steckt.
00:18:43: Und das andere Thema ist halt die Menge an, nicht nur an Wasser sondern auch an, wir nennen es den grauen Müll der daneben steckt also weitere Komponenten Chemie und so was da neben steht.
00:18:54: Das sind hohe Mengen und dieser Einsatz muss gerechtfertigt sein.
00:18:58: Das heißt wir brauchen typische Nachhaltigkeitskonzepte auch für die Umsetzung in der Elektronik weil heute nehmen wir Chips verbrauchen sie und schmeißen sie danach weg.
00:19:08: Wir brauchen erstmal die klassischen Nutzungen von Biedernutzung von Chips.
00:19:12: Also das wird Chips auch weiter nutzen, zum Beispiel als weiterhin als Memory in irgendwelchen Rechenzentren die vielleicht dann gar nicht so high-performance sein müssen oder dass wir ganze Teile der Systeme auch weiternutzen.
00:19:24: Wir haben das Repair-Prinzip
00:19:26: d.h.,
00:19:26: ein Handy darf nicht wenn irgendwann mal das Display nach achtzehn Monaten aufwährt und weggeschmissen werden.
00:19:33: Da gibt es ja mittlerweile weltweit viele Konzepte, die da hingehen.
00:19:36: Wir müssen darauf achten, Handys und andere Themen weiter genutzt werden können.
00:19:43: Und dann haben wir halt auch dieses klassische Reuse, etwas was heute mal meinetwegen in einem Handy eingesetzt wurde kann man ja einen anderen Verwendung weitermähen als zum Beispiel.
00:19:53: ein schönes Beispiel um Reuse zu erklären ist die Verwendungen von Fahrradbatterien, die irgendwann fällig werden und da sind mittlerweile viele unterwegs.
00:20:03: durch intelligente Systeme gibt es z.B.
00:20:05: im Freiburg ein Start-up, die machen aus diesen Fahrrad Batterien zuverlässige Energiespeicher.
00:20:11: Und die können durch Steuerung, die abschalten von kaputten Zellen sehr nachhaltig dann diese ganzen Komponenten weiter nutzen.
00:20:19: und das kann man mit solchen Prinzipien muss man umsetzen besonders in der Herstellung dass der Halbleiter die heute echte Energie- und Ressourcengräber sind.
00:20:26: Das ist also es heißt ja der Korokonsument versündigt sich an der Natur nicht dadurch dass er selber Strom nutzt sondern er versündet sich eigentlich mehr darin dass er die Ressousten verbraucht und das nicht lange tut und die Dinge nicht lange nutzt.
00:20:39: Jetzt haben Sie ja auch darauf hingewiesen, dass es eben um sehr viele unterschiedliche Stellschrauben geht in den Endgeräten, in die Netzen und auch bei der Nutzung.
00:20:50: Wenn wir jetzt noch mal so ein bisschen auf der globaleren Ebene nach vorne schauen glauben sie das es gelingen kann, dass Sechs G nicht nur leistungsfähiger sondern eben auch grüner wird?
00:21:03: Das größte Problem von SXG wird der klassische Rebound-Effekt sein.
00:21:07: Wir können ja den aufstreibenden Wirtschaftsnationen nicht verbieten, an dem allgemeinen Datenkonsum teilzunehmen.
00:21:15: Es hat viele positive Effekte, Bildung und Informationen
00:21:18: usw.,
00:21:19: neben allem was da sonst diskutiert wird.
00:21:22: Und wir werden natürlich auch den Effekt dass die Maschinen zu letztlich vernetzt werden.
00:21:26: das heißt wir haben einen sehr starken Konsum der einfach zunehmen wird dieser Daten, das können wir nicht verhindern.
00:21:33: Das macht auch durchaus Sinn und es gibt immer.
00:21:36: wenn man jetzt den Primärverbrauch von Mobilfunk sieht muss man sich ja auch immer überlegen was bringt's möglicherweise an anderen nachhaltigen Effekten die besser sind?
00:21:44: also wenn ich eine glaubhafte Datenübertragung machen kann dass ich ständig mit jemandem reden muss kann ich mir viele Reisen sparen und das wird auch glaube ich deutlich zunehmend auch positive Effekte, die nicht nur heißen wir verbrauchen mehr.
00:21:59: Ich kann mir persönlich aller Liebe zur Nachhaltigkeit der Digitalisierung nicht vorstellen dass wir den Konsum wirklich einschränken können.
00:22:06: Wir können ihn aber insofern bändigen das er nicht verrückt wird wie zum Beispiel sich bei der KI jetzt andeutet.
00:22:13: und wir können den Konsumen auch so weit vernünftig machen das bewusst machen, dass wir große Mengen an Daten verbrauchen und das auch mit einem Augenmaß tun müssen wenn wir es im privaten Konsum tun.
00:22:26: Und dann muss man eben dafür sorgen, dass gleichzeitig die Effizienzen auch gegen uns arbeiten im Moment stark verbessert werden und so kann man durchaus in der Summe der Effekte ein vernünftiges Szenario blotten.
00:22:39: Das ist glaube ich nicht sinnvoll solche positiven Entwicklungen wie KI und anderes jetzt in irgendeiner Form aus nachhaltig günstigen Gründen bremsen zu wollen.
00:22:49: Aber das sind eine sinnvolle Nutzung zu überführen, dass wir die Sachen nicht verschwenden.
00:22:53: also zum Beispiel warum wenn ich etwas mache an Beispiel bei der Internetabfrage warum muss ich dem den entsprechenden KI-Agenten fragen um eine Zahl zu ermitteln, dass sich auch über eine normale Abfrage machen könnte.
00:23:05: Der Energieverbrauch ist ein Faktor zehn.
00:23:06: das muss keine KI machen und es müssen wir lernen und es gibt ja zum Beispiel diese Kommands wie Google minus AI wo man dann einfach die Googleabfrage machen können um einen Beispiel zu nennen wo man's dann ohne KI macht.
00:23:16: und also solche Themen müssen wir lernen und da gibt es viele Verbesserungsmöglichkeiten um den Gesamtverbraucher einfach deutlich anzuschränken.
00:23:25: Jetzt haben wir nicht nur ein wunderbares Schlusswort von Ihnen bekommen, sondern auch gleich noch einen Praxistipp zu dessen Verbreitung wir als Informationszentrum Mobilfunk natürlich sehr gerne beitragen werden.
00:23:36: Herr Professor Quai vielen Dank für dieses spannende Gespräch!
00:23:40: Ja gerne, vielen Dank und ich freue mich sehr dass wir hier einige Teile unserer Forschung darstellen können die hoffentlich auch für den normalen Verbraucher verständlich waren.
00:23:48: Vielen Dank.
00:23:49: Das war Professor Dr.
00:23:51: Rüdiger Quai und das war die achtundzwanzigste Folge unseres Podcasts Mobilfunk Talk.
00:23:57: Wir informieren regelmäßig über Forschung, Technik, Nutzen, Anwendungen Verbraucherschutz und Sicherheit bei Mobilfunkt.
00:24:04: Wenn Sie auch in Zukunft keine Folge verpassen wollen würden wir uns sehr freuen wenn sie unseren Kanal abonnieren.
00:24:12: Ich Hannes Rückhammer sage vielen Dank fürs Zuhören Und in diesem Sinne bis zum nächsten Mal.
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