MobilfunkTalk Folge 27: Projekt BaKIM – Drohnen, KI und Mobilfunk schützen Bäume

Shownotes

Moderator Hannes Rügheimer spricht mit Jonas-Dario Troles, dem Projektleiter im Drohnenprojekt BaKIM („Baum, KI und Mensch“). Bei diesem Projekt helfen hochauflösende Luftbildaufnahmen und KI-Analysen, Baumgattungen zu bestimmen und den Gesundheitszustand der Bäume zu bewerten. So werden Förster:innen und Baumpfleger:innen bei ihrer Arbeit unterstützt. Wie funktioniert das Projekt, welchen konkreten Nutzen bringt es, und was bedeutet es für die Zukunft unserer Stadtbäume und Wälder?

Mobilfunk ist für das Projekt unverzichtbar, weil er die Georeferenzierung per GPS unterstützt und verbessert. Ohne den Empfang sogenannter RTK-Daten (Real-Time Kinematic) wäre die Positionsbestimmung zu ungenau, um den Standort einzelner Bäume bestimmen zu können. Mit diesen Echtzeit-Korrekturdaten lässt sich die GPS-Genauigkeit von etwa einem Meter auf wenige Zentimeter verbessern. Deshalb trägt eine gute Mobilfunkversorgung auch in städtischen Grünflächen oder Wäldern entscheidend zum Schutz der dortigen Bäume bei. Der Netzausbau unterstützt also direkt auch den Umweltschutz.

Kommunen und öffentliche Institutionen können das Open-Source-Projekt mit eigenen Drohnenaufnahmen nutzen und sich so ebenfalls einen Überblick über den Gesundheitszustand ihrer Baumbestände verschaffen.

Weiterführende Informationen und Kontaktoptionen zum Projekt: https://bakim.bamberg.de

Bei Fragen können sich Kommunen und öffentliche Institutionen über diese Website auch direkt an Jonas-Dario Troles wenden.

Transkript anzeigen

00:00:09: Mobilfunktalk,

00:00:10: der Podcast

00:00:11: des

00:00:11: Informationszentrums Mobilfung.

00:00:18: Forschung Technik Nutzen Anwendungen Verbraucherschutz und Sicherheit.

00:00:23: Wir informieren sachlich und wissenschaftspasiert über Mobilfunkt auch als Broadcast

00:00:37: Bayern das habe ich im Vorhinein mal kurz nachgeschaut sind dieses Jahr nur knapp twenty-fünf Prozent der Regen soll Menge gefallen die sonst in dem Zeitraum fallen.

00:00:45: also wir haben einfach ein anhaltendes Problem Und wir müssen irgendwie gucken dass wir die Wälder anpassen.

00:00:53: und da hilft es eben, wenn wir moderne Technologien verwenden um dann besseren Überblick zu kriegen.

00:00:59: Das sagt Jonas Dario Trolles.

00:01:02: er ist der Projektverantwortlicher für das Projekt Barkeben.

00:01:05: Das Kürzel steht für Baum KI und Mensch.

00:01:09: Worum geht's dabei?

00:01:10: Trockenperioden, Schädlingsbefall und die Folgen des Klimawandels setzten Bäumen in Städten und auch Wäldern zunehmend zu.

00:01:18: Gleichzeitig stehen Baumpfleger, Förster und Kommunen vor der Herausforderung immer größere Flächen mit begrenzten Ressourcen im Blick zu behalten.

00:01:27: Das Projekt BAKIM das in der Smart City Bamberg aufgehängt ist soll die Überwachung mithilfe von Dronen und künstlicher Intelligenz einfacher schneller und gezielter machen.

00:01:37: Welchen Nutzen bringt das?

00:01:38: Was bedeutet es für die Zukunft von Stadtbäumen?

00:01:42: Das wird uns unser heutiger Gesprächspartner beantworten.

00:01:45: Jonas Dario Trollis, von der Stadt Bamberg.

00:01:47: Hallo Herr Trolles!

00:01:49: Ja danke für die Begrüßung.

00:01:51: hallo erst mal.

00:01:53: BAKIM ist ein Projekt was jetzt seit Jahrzehntezweiundzwanzig läuft.

00:01:58: wir haben als Forschungsprojekt gestartet als Kooperationsprojekt mit der Universität Bamberg da dem Lehrstuhl für kongressive Systeme und der Stadtbamberg, dem Programm Smart City in der Stadt Bamberg sowie dem Forstamt und den Grünflächenamt im Bamberg.

00:02:15: Also es ist ein sehr großes Kooperationsprojekt wo wir die Anwenderinnen direkt mit im Boot haben.

00:02:21: und ums kurz zu fassen versuchen wir mit Drohnbildern und KI das Forstampt und das Grün Flächenamt bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

00:02:34: Nun wird ja KI-Nutzung auch häufig mit einem sehr hohen Ressourcenverbrauch gleichgesetzt.

00:02:41: Auf der anderen Seite spielt die KI, auch im Naturschutz eine wachsende Rolle.

00:02:46: Ist das ein Widerspruch und falls ja wie lösen Sie den im Projekt?

00:02:52: Ich muss einen kleinen Bogen machen weil KI wird ja immer so als Ein Stichwort benutzt, umfasst aber super viele verschiedene Technologien.

00:03:01: Der Ursprung der KI liegt ja in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und mittlerweile würde ich sagen ist so das erste woran Menschen denken wenn sie KI hören.

00:03:10: erst mal ChatGPT und die großen Sprachmodelle Und da ist es wirklich immens was die für einen Ressourcenverbrauch haben und da kostet ihr auch jeder einzelne Anfrage dann relativ viele Ressurzen weil da wirklich sehr große Strom hungrige Grafikkarten benutzt werden, um diese großen Sprachmodelle ausführen zu können.

00:03:29: Wir benutzen bei unserem Projekt nur KI tiefe neuronale Netze in dem Fall aus dem Bereich der Bilderkennung und die brauchen einfach generell deutlich weniger Strom.

00:03:41: das sind auch relativ große Netze Die im Grundtraining noch mehr Energie brauchen weil sie dann auch ein paar Tage lang auf größeren Grafikkarten trainiert werden müssen mit sehr sehr vielen Daten.

00:03:54: Aber was wir im Projekt machen ist, wir nehmen diese neuronalen Netze die schon vortrainiert wurden und machen dann nochmal ein Retraining.

00:04:04: Das dauert einen Tag und läuft auf einer Grafikkarte die man vielleicht auch irgendwie in einem guten Gaming PC hat.

00:04:11: also das ist überschaubar und der Ressourcenverbrauch für die Inferenz nennt sich das wenn man also das fertig trainierte Netz benutzt um etwas auszuwerten Es ist so der Richtwert und läuft eben auch auf so einer relativ kleinen Grafikkarte.

00:04:28: Das heißt, wir haben da schon mal nicht so den riesigen Ressourcenverbrauch und dann haben wir natürlich hinten raus einen sehr wertvollen Nutzen dadurch dass wir eben Försterinnen und Förster- und Baumpflegerinnen und Baum Pflege unterstützen können.

00:04:41: Und da sparen wieder mehr CO₂ ein, deutlich mehr CO² ein als wir verbrauchen.

00:04:48: Es klingt gut!

00:04:50: Trotzdem, warum ist denn dieser Technikeinsatz überhaupt notwendig?

00:04:53: Ist es schwieriger geworden den Zustand von Bäumen im Blick zu behalten als früher?

00:04:59: Es ist ein bisschen geteilt wenn wir jetzt von Forst sprechen und Forstflächen.

00:05:04: Das ist etwas anders als wenn wir von Stadtparks und Bäume in der Stadt reden.

00:05:09: aber grundsätzlich ist es so dass durch die menschengemachte Klimakrise einfach die Veränderungen so schnell sind dass die Leute in den Forstämtern und in den Grünflächenämtern nicht mehr hinterherkommen.

00:05:23: Und gleichzeitig haben wir auch relativ viele Kommunen mit Klammkassen, das heißt es ist auch nicht das Personal da oder nicht die Ressourcen da um zu sagen okay wir schmeißen jetzt einfach viel mehr Personal auf das Problem.

00:05:36: und da hilft dann eben quantitative Daten zu haben vernünftige Kartendarstellungen am PC, wo man die komplette Fläche sehen kann und das analysieren kann.

00:05:47: Und nun um es noch mal deutlich zu machen wir hatten im Jahr zwei tausend achtzehn und zweitausend neunzehnt zwanzig glaube ich auch noch ja krasse Dürreperioden.

00:05:56: Das hat man dann auch noch in den Daten gesehen, die wir angefangen haben.

00:06:00: Zweitausend zweiundzwanzig zu erheben.

00:06:01: und auch jetzt dieses Jahr ist es wieder so dass wir einen viel zu trockenen März viel zu Trocknen April hatten.

00:06:06: In Bayern habe ich eben vorhin einmal kurz nachgeschaut sind dieses Jahr nur knapp twenty-fünf Prozent der Regen soll Menge gefallen, die sonst in dem Zeitraum fallen.

00:06:15: Also wir haben einfach ein anhaltendes Problem und müssen irgendwie gucken dass wir die Wälder anpassen.

00:06:22: und da hilft es eben wenn wir moderne Technologien verwenden um dann besseren Überblick zu kriegen und verfolgen zu können wie die Veränderungen

00:06:30: stattfinden.

00:06:34: Wie funktioniert das jetzt ganz konkret?

00:06:35: also wie ist das System aufgestellt vom Drohnenflug bis zur Auswertung der Daten.

00:06:42: Wir haben mehrere Schritte.

00:06:44: Der erste Schritt ist die Drohnenbefliegung, die führen wir immer im Juli durch und haben unsere Netze auch im Julitrainiert.

00:06:52: Wir fliegen da mit einer sehr hohen Auflösung.

00:06:54: zwei Zentimeter also das ist nichts was man auch nur annähern mit Satelliten hinkriegt.

00:06:58: es ist auch nichts was mal aus dem Flugzeug so ohne weiteres hin kriegt.

00:07:03: Die Länder fliegen immer so mit zehn Zentimeter wenn sie die Flugzeugbefligung machen.

00:07:07: also wir brauchen schon sehr gute Bilddaten damit die Netze gut funktionieren.

00:07:13: Und aus diesen Einzelbildern, die die Drohne aufnimmt machen wir dann so eine Luftbildkarte wie man das von Google Maps oder so kennt.

00:07:20: wenn man da die Bildansicht anschaltet dann weiß das System in Anführungsstrichen.

00:07:25: also haben wir einfach referenzierte Geodaten.

00:07:26: das heißt wir wissen für jeden Pixel genau wo der sich im Raum befindet und das machen wir mit den Dronendaten eben auch damit wir dann wenn wir in den nächsten Schritten Die Bäume erkennen das dann auch als Kartendaten darstellen können.

00:07:37: Und die nächsten Schritte sind eben die Auswertung mit den verschiedenen tiefen neuronalen Netzen, also der KI aus dem Bilderkennungsbereich.

00:07:48: und was wir da genau machen ist... Wir haben eine Einzelbaumerkennung wo wirklich die Krone erkannt wird und im zweiten Schritt machen wir eine Baumgattungsbestimmung.

00:07:57: gerade können wir acht verschiedene Baumgatungsklassen erkennen Dann eine Vitalitätsklassifizierung, das ist finde ich auch so eines der wichtigsten Produkte.

00:08:05: Weil man dann in drei Stufen die Vitalität anzeigen kann.

00:08:08: wir haben das jetzt mit dem Ampelsystem gelöst Grün-Gesund Gelb schon deutlich geschädigt und Rot ist ein Toderbaum.

00:08:16: Und des Letzte wenn es um Kieferbestände geht können wir da auch noch eine Mistelerkennung Anwenden weil in Kiefern sieht man die Misteln das ganze Jahr über Und dann kann man sich auch das Mappen.

00:08:27: und Misteln wiederum, kennt man vielleicht eher von Weihnachten und vom Mistelsweig.

00:08:31: Aber wenn man auch mal im Stadtbild rumläuft gerade im Winter, wenn die Bäume noch keinen Laub haben sieht man immer relativ gut diese großen wirklich großen Bälle aus Blättern, die da sind und man sich vielleicht fragt hey ist doch Winter warum sind da Blätter?

00:08:45: Das sind Misteln!

00:08:46: Und in Kiefern oder generell in Bäumen sind es halt Schädlinge... ...die Wasser Nährstoffe den Baum hinziehen, weil die auf dem Ast halt sitzen und da das anzapfen.

00:08:59: Und wenn ein Baum viele Misteln hat dann ist es wirklich doof!

00:09:05: Jetzt habe ich gesehen... Es gibt auch eine App in diesem ganzen Zusammenspiel.

00:09:09: Was leistet die denn?

00:09:11: die Buck Him App?

00:09:14: Ja, auf die bin ich ehrlich gesagt immer noch sehr stolz.

00:09:19: Wir sind von der Förderung von Anfang an dazu angehalten worden Sachen als Open Source zu entwickeln.

00:09:25: Und das ist super sinnvoll, weil in so Projekte wie unsere Sets zum Beispiel fließen einfach viele Steuergelder und dann macht es Sinn was zu entwickeln was nachgenutzt werden kann.

00:09:34: Normalerweise heißt Open Source wir entwickeln den Code.

00:09:39: Wir legen den Code zum Beispiel auf GitLab oder auf GitHub bei uns auf OpenCode ab und andere Kommunen können dann hingehen und sich diesen Code ziehen.

00:09:52: Dann braucht man aber trotzdem wieder Leute die Informatikkenntnisse haben und irgendwie Code ausführen oder ins Laufen bringen können.

00:10:00: In unserem Fall bräuchte man auch einen Rechner mit einer dicken Grafikkarte, auf dem das laufen würde.

00:10:03: so also es wäre alles noch sehr schwer nach nutzbar.

00:10:07: deswegen haben wir gesagt okay wir wollen dass so Nutzerinnen freundlich wie möglich machen.

00:10:11: Wir wollen nicht, dass die Leute irgendwie informatik Kenntnisse brauchen Und haben dann diese Web entwickelt.

00:10:16: und das coole ist Es läuft jetzt komplett serverseitig.

00:10:19: Das heißt Wir haben dafür gesorgt, dass das auf dem Server von einem europäischen Unternehmen liegt.

00:10:25: Die Servers stehen auch in der EU.

00:10:27: Das heißt wir brauchen uns keine Sorgen mit Datenabfluss zu machen und man kann jetzt als Nutzerin oder als Nutzer aus einer Kommune als Försterin oder Förster- oder Baumpfleger sich ein Account anlegen Auf der Website dann da das Luftbild hochladen die Auswertungsschritte wählen die man ausgewertet haben möchte und dann drückt man noch auf Start.

00:10:49: Die komplette KI-Pipeline läuft dann auf dem Server, das heißt man muss sich gar nicht mehr mit Code rumschlagen und wenn es durchgelaufen ist je nachdem wie groß die Fläche ist dauert das halt ein bisschen kann man sich die Ergebnisse downloaden und im eigenen GIST darstellen.

00:11:03: Jetzt haben Sie das ja ein paar Jahre entwickelt.

00:11:05: nun geht BarCame in die Praxis.

00:11:07: Wie sehen denn die ersten Einsätzen aus?

00:11:09: Haben sie schon Rückmeldungen aus der Praxis bekommen?

00:11:13: Wir haben noch nicht viele Rückmeldungen aus der Praxis, weil ich hatte ja schon angedeutet wir brauchen Luftbilder aus dem Juli und die Web App ist jetzt im April fertig geworden.

00:11:22: Wir haben aber natürlich schon ein paar Testnutzer, die irgendwie schon aus den letzten Jahren Daten hatten oder das schon mal ausprobieren wollten.

00:11:30: und da es jetzt primär das Feedback einfach wie cool einfach die Benutzbarkeit ist und das freut uns auch für... Das war ja der Zweck genau!

00:11:41: Zu den Ergebnissen können wir dann im Juli und August deutlich mehr sagen, wenn hoffentlich ein paar Kommunen das Ganze nachnutzen.

00:11:50: Was müssen die Anwender denn mitbringen?

00:11:53: Technisch Snow-How ist offensichtlich nicht so stark notwendig.

00:11:58: Man muss von den Forsthintergründen haben.

00:12:03: Wie viel Zeiteinsatz ist erforderlich?

00:12:07: Für die Auswertung an sich gar nicht mehr, der Knackpunkt den es immer noch gibt ist wie kommt man in diese hoch auflösenden Luftbilder.

00:12:15: Ich habe mit einigen Kommunen schon Kontakt gehabt, die selber Drohnen beim Stadtplanungsamt oder beim Vermessungsamt je nachdem wie die Kommune organisiert ist selber Drohen haben Und da dann auch das Know-how, wie man eben so eine Vermessungsbefliegung macht und dieses Luftbild erstellt.

00:12:35: Wenn das der Fall ist helfen wir doch immer gerne und reden kurz mit den Leuten welche Parameter die dafür den Flug wählen sollten.

00:12:41: und alternativ gibt es noch Dienstleister, die das machen.

00:12:45: Da gibt's eine super große Bandbreite einen guten Dienstleister findet der das jetzt nicht super teuer anbietet dann ist man so ungefähr bei tausend fünfhundert euro befliegungskosten für ein hundert hektar also es Für den mehrwert dem man daraus generieren kann wirklich voll ok was die kostenanbelangt.

00:13:06: und Dann muss man gerade noch Die gesoft behalt bedienen können.

00:13:13: aber das können eigentlich die meisten aus dem bereich.

00:13:15: also wir sind dann bummerk super gesegnet weil unser fester unser bombpfleger da topfit sind.

00:13:20: Was das anbelangt, ist vielleicht nicht in jeder Stadt ganz so gut.

00:13:24: Aber die Leute arbeiten ja tagtäglich mit GIST Software und stellen sich irgendwie die Katastardaten von den Waldflächen da oder haben Baumkatasta.

00:13:35: also es sollte in der Regel gut gehen.

00:13:38: Und genau!

00:13:39: Die Web-App an sich

00:13:40: braucht

00:13:41: keine Fachkenntnisse

00:13:42: mehr.

00:13:42: Jetzt sind wir ja das Informationszentrum Mobilfunk.

00:13:45: Dementsprechend interessiert uns natürlich ganz besonders welche Rolle denn die Mobilfungnetze für das Parking-Projekt spielen und ob sie auch vom laufenden Mobilfunkt Ausbau profitieren, davon was spüren?

00:14:00: Ja spielt eine Rolle!

00:14:02: Und zwar diese Bilder müssen georeferenziert sein und das was wir alle kennen für Georeferenziierung ist GPS.

00:14:11: GPS funktioniert ja rein über Satelliten.

00:14:12: GPS ist aber auch nicht so genau, also da kommt man so vielleicht auf ungefähr Meter Genauigkeit in den Daten und ein Meter Genauigkeiten ist schon relativ ärgerlich wenn irgendwie der Baum von einem Jahr zum nächsten dann zwei Meter wandert weil er erst einen Meter zu weit links und dann einen Meter zoweit rechts erfasst wurde.

00:14:32: Wer noch okay?

00:14:33: Aber was halt cooles ist dass es verschiedene Möglichkeiten gibt diese Gehreferenzierung von Anfang an genauer zu machen und eine Möglichkeit ist sogenanntes RTK, was man dafür verwenden kann.

00:14:46: Dann hat man quasi Basisstationen über die man aus dem Internet zugreifen.

00:14:51: das ist jetzt der springende Punkt.

00:14:53: Man braucht halt internetzugang während der Befliegung um RTK anwenden zu können Und damit korrigiert man die GPS Signale und ich muss das dann halt logischerweise immer mit einem mobilen Hotspot machen Über smartphone und es sind halt Wälder.

00:15:08: Das heißt jetzt nicht, dass ich in der Stadt stehe, wo ich mittlerweile überall Probleme muss.

00:15:13: Sondern ich steh halt irgendwo an einem Berg am besten noch in einer hügeligen Region und da hatte ich auch schon häufiger mal Mobilfunk-Empfangsprobleme.

00:15:23: aber meistens geht es echt ganz gut.

00:15:25: Aber wie gesagt, ich könnte ein paar Stellen nennen, wo wir noch Mobilfung bräuchten

00:15:30: Und da würde dann den Netzausbau helfen?

00:15:33: Ja

00:15:35: Wer profitiert denn am meisten?

00:15:37: Was würden Sie sagen die Kommunen, die Forstbetriebe?

00:15:41: ist das Ganze vielleicht auch für private Forstbesitzer interessant.

00:15:47: Das ist für alle Leute mit Wald relevant!

00:15:49: Die Frage ist halt wie viel Wald hat man?

00:15:52: wenn man jetzt irgendwie ein zwei Hektar in der Familie geerbt hat lohnt sich es eher nicht irgendwie die Drohnenbepflegung durchführen zu lassen und das System zu nutzen zumindest aus einer rein monetären Perspektive.

00:16:06: Aber sobald man größere Flächen hat, profitiert man auf jeden Fall davon genau zu wissen okay wie viele Bäume stehen da?

00:16:13: Wie hoch sind die Bäume?

00:16:15: Welche Baumgattungen sind das?

00:16:16: ist es gut durchmischt oder nicht?

00:16:18: Wie ist die Vitalität in der Fläche?

00:16:20: und bisher können wir eben Kommunen und Forstbetriebe das zur Verfügung stellen.

00:16:28: aus rechtlichen Gründen können wir das gerade noch nicht privaten Waldbesitzervereinigungen zur Verfügung stellen, weil die schließen sich häufig zusammen.

00:16:36: Diese Leute, die dann ein zwei Hektar haben zu einer Waldbesitzervereinigung da wird es ja vielleicht schon Sinn machen wenn die Flächen zusammenhängen.

00:16:42: Wir sind aber dabei im Betriebskonzept zu erarbeiten.

00:16:44: Das heißt wir hoffen dass wir nächstes Jahr vielleicht schon problemlos weiter zur verfügung stellen können und ansonsten kann ich auch sagen oder anbieten dass sich Waldbesitzervereinigung gerne an mich wenden können und dann können wir mal schauen ob weder dann eine Einzellösung finden, damit Sie das System auch verwenden können.

00:17:05: Also Ihre Kontaktdaten und den Link zum Projekt packen wir ja eh in unsere Show Notes.

00:17:10: Ich

00:17:10: denke mal, dass beantwortet auf die Frage wie andere Städte das Bucking-System nutzen können?

00:17:17: Die würden dann auch über sie oder über die Webseite bei Ihnen aufschlagen.

00:17:23: Die müssen gar nicht mehr bei mir persönlich ausschlagen!

00:17:25: Die können direkt auf die Seite der FabApp gehen und sich da ein Account klicken, ich kriege dann eine Benachrichtigung und überprüfe kurz ob das ne Person aus ner Kommune ist.

00:17:33: also am besten einfach die städtische E-Mail da angeben.

00:17:37: Und... Dann wird der account freigeschaltet.

00:17:39: Also es schon ganz gut durchautomatisiert.

00:17:44: Ja super!

00:17:45: Werfen wir vielleicht noch einen kurzen Blick darauf was das Projekt denn eigentlich für den Bürgerinnen und Bürger in Bamberg für einen konkreten Nutzen bringt?

00:17:54: Der konkrete Nutzen is'n Bamberg denklich recht Eindeutig, wir haben halt einerseits einen Fünfzig Hektar großen Stadtpark.

00:18:02: Der auch Naturdenkmal ist und Schutzgebiet und einfach sehr erhaltenswürdig und ein nahe Holungsgebiet.

00:18:09: also der ist im Sommer super voll.

00:18:11: da spazieren richtig viele Leute durch und genießen das dass es da viele schöne alte große und in der Regel gesunde Bäume gibt.

00:18:20: Und die profitieren auf jeden Fall davon wenn unsere grünen oder BaumpflegerInnen da einfach wissen wie der Bestand ausschaut und wo sie als nächstes was machen sollten, um ihn zu erhalten.

00:18:34: Dann anderer Punkt in Bamberg.

00:18:36: das ist vielleicht ein bisschen besonders aber gibt es bestimmt auch an einigen Kommunen.

00:18:40: Unser Stadtwald ist auch unser Trinkwasser Gewinnungsgebiet für einen Großteil der Stadt.

00:18:47: Das heißt er muss auch einfach vital sein weil sonst durch die Kiefernadeln und so Zu viel Nährstoffe ins Trinkwasser getragen werden.

00:18:56: das weiß ich nicht ganz genau wie Determinen Mechanismen sind oder es versauert.

00:18:59: Auf jeden Fall, das wäre ganz doof!

00:19:02: Deswegen trinkwasser und Bamberg auch ein Thema bei Waldgesundheit.

00:19:07: Und dann noch das ganz typische was ich wahrscheinlich jeder vorstellen kann oder selbst auch schon erlebt hat einfach Kaltluftschneisen für die Stadt.

00:19:13: also wir brauchen gesunde Stadtparks Wir brauchen gesunden Wälder um die Städte um einfach mit den steigenden Temperaturen klarzukommen und dann irgendwie wenigstens Nachts noch kalte Luft in die Städte zu bringen, damit sie nicht so krass überhitzen.

00:19:27: Sie

00:19:28: haben es gerade schon ein bisschen angesprochen.

00:19:31: Das Erfassen und der Überblick ist natürlich der erste Schritt.

00:19:34: Es geht dann im Zielsetzung darum, die Widerstandsfähiger zu machen gegen die Trockenheit, gegen die Schädlinge in irgendeiner Form vorzugehen.

00:19:45: Können Sie da einen Überblick geben was da eigentlich genau passiert wenn man die Daten hat?

00:19:51: Ja genau Punkt eins.

00:19:53: Unser Projekt ersetzt keine Försterinnen und Förster, weil die Drohne fliegt ja nur drüber.

00:19:58: Die kann keine Pflegemaßnahmen oder keinen Waldumbau leisten logischerweise.

00:20:06: aber unser Förster unserer Baumpfleger sind super happy über die Daten.

00:20:11: diese kriegen und das ist einfach super hilfreich um zu sehen wie die Fläche ausschaut.

00:20:18: weil es ist so man kann sich natürlich als Mensch in den Wald begeben und rumschauen aber dann hat man keine quantitativen Daten sondern man hat halt ein gutes Gefühl Wie der wald aufgebaut ist wie es gerade um ihn steht merkt sich vielleicht ein paar problemstellen macht sich ein paar notizen, aber man hat nicht diesen großen überblick.

00:20:36: Und das einfach auch fasziniert wenn man es mal in den Ergebnissen sieht dass man einfach so eine fünfhundert hektar fläche hat unter die vitalität sehen kann und halt genau sieht.

00:20:44: okay da gibt's Einfach hotspots wo die vitalitäts schlechter isst und Man Kann Dann Auch direkt mit diesen Daten planen.

00:20:52: also ich habe ja schon gesagt wir haben zum Beispiel auch die Baumhöhe drin, wenn man jetzt als Försterin oder Förster erkennt.

00:20:56: Okay da müssen einfach ein paar Bäume entnommen werden weil sie sind eh schon sehr geschädigt und die Sache bei Forst- und Holznutzung ist ja Wenn der Baum zugeschädigt ist dann kann man da halt noch Brennholz draus machen.

00:21:10: das heißt Das gebundete CO² wird direkt wieder zurück in den Kohlenstoffkreislauf gegeben Was doof ist.

00:21:17: und wenn es aber ein halbwegs vitaler Baum ist, wo man das Holz noch nutzen kann für Bauholz oder Möbel dann ist es halt langfristig gebunden.

00:21:25: Und auch Für den Waldumbau ist Es ja super wichtig zu wissen okay Wo müssen wir als erstes was machen?

00:21:33: Wo müssen Wir frühzeitig schon Bäume unterpflanzen?

00:21:36: weil wir sehen dass die oberste schicht geschädigt ist?

00:21:39: und Wenn Die Oberschicht Flächig ausfällt und da ist nix untergepflanzt, dann führt es halt zu immensem Arbeitsaufwand, da irgendwie wieder Wald aufzuforsten.

00:21:48: Das heißt, da kann man auch frühzeitig viel besser mit weniger Arbeit intervenieren Und das macht die Wälder dann letztlich widerstandsfähiger, dass die Försterinnen und Förster einfach bessere Arbeit planen können.

00:22:01: Ja super!

00:22:02: Also das Projekt ist ein wirklich sehr schönes Beispiel wie KI und Mobilfunk wirklich nachhaltig zum Naturschutz beitragen können.

00:22:10: Gibt es denn ein bisschen einen Ausblick, was so als nächstes ansteht?

00:22:15: sind Weiterentwicklungen geplant?

00:22:18: Ja wir haben schon weitere Sachen geplant.

00:22:21: Wir haben jetzt vor ein paar Wochen Treffen mit den Bayerischen Staatsforsten gehabt.

00:22:25: das war super interessant weil die würden gern den Eichen bock.

00:22:30: Das ist auch ein Schädlingskäfer der zum Absterben der gesamten Eiche führen kann früher tracken und das schaut sehr gut machbar aus, weil sich da das komplette Kronendach frühzeitig verfärbt.

00:22:41: Das heißt wenn man dann so im August fliegt kann man sehr gut erkennen okay wo stehen Eichen die sehr wahrscheinlich befallen sind?

00:22:50: Das ist ein Projekt was wir noch umsetzen wollen.

00:22:51: dann wollen wir noch eine Biomasse Schätzung einführen weil es für verschiedene Zertifikate relevant ist zu schätzen wie viel Biomassel in dem Wald gebunden ist.

00:23:03: Wir wollen auch noch was ich ja schon gesagt hatte Man kann die Ergebnisse bisher nur in Anführungsstrichen im eigenen GIST-System visualisieren.

00:23:12: Wir wollen da noch eine Visualisierungsebene einbauen, dass man direkt auf der Website nachdem die Modelle durchgelaufen sind sich die Ergebnisse schon anschauen kann.

00:23:23: und dann der letzte Punkt was eine kontinuierliche Arbeit ist Die Modelle weiter verbessern mehr Trainingsdaten und robustere Modelle die man besser auf weitere Flächen anwenden

00:23:33: kann.

00:23:35: Ja, Herr Trollis.

00:23:36: Ganz herzlichen Dank, dass Sie uns so einen guten Rundeum-Einblick in dieses wirklich sehr spannende Projekt gegeben haben.

00:23:43: Sehr gerne!

00:23:44: Danke für das nette Gespräch.

00:23:46: Das war Jonas Dario Trolles der Projektverantwortliche für das Projekt Parkim Baumkai und Mensch bei der Stadt Bamberg Und das war die siebenundzwanzigste Folge unseres Podcasts Mobilfunktalk.

00:23:59: Wir informieren regelmäßig über Forschung, Technik, Nutzen, Anwendungen, Verbraucherschutz und Sicherheit bei Mobilfunk.

00:24:06: Wenn Sie auch in Zukunft keine Folge verpassen wollen würden wir uns sehr freuen wenn sie unseren Kanal abonnieren.

00:24:14: Ich Hannes Rückhammer sage vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

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